What’s the story behind this monument?

Christoffel von Bern: Im Jahr 1496 erteilte der Rat der Stadt Bern einem Bildhauer den Auftrag, «sant Christoflen uff dem obern tor zu machen». Zwei Jahre später ist das zehn Meter hohe Standbild fertig und wird aussen an einem Stadttor, dem Christoffelturm, aufgestellt. Als 1528 Bern reformiert wird, findet auch die Heiligenverehrung ein Ende. Man möchte nicht länger einen Christophorus ins Strassenbild schauen sehen, darum entfernt man das Christuskind von seiner Schulter, ebenfalls den Nimbus (Heiligenschein) und setzt dem »Christoffel« statt dessen ein Federbarett auf, dazu kommt ein neues Schwert und statt des Baumstammes eine Hellebarde: aus dem Heiligen wird ein altertümlicher, kriegerischer Turmwächter. Bis ins 18. Jahrhundert wird das Standbild regelmässig bemalt und instandgehalten. Seine ursprüngliche Bedeutung aber geht unter. Im 19. Jahrhundert betrachtete man ihn als lustige Merkwürdigkeit, die bei Volksfesten eine Rolle spielte. Selbst der Name »Christoffel« liess nicht mehr an die (wohl ebenfalls vergessene) Christophoruslegende denken. Als aber der Wehrturm, um die Strasse zu öffnen, abgebrochen werden soll, ist auch das Schicksal des Standbildes entschieden. Am 25. Januar 1865 wird es aus der Turmnische geholt und als Brennholz für die Armenfürsorge bestimmt. Nur die »historisch interessanten Partien«, wie der Kopf, eine Hand und die Füsse, sollen laut Ratsbeschluss aufbewahrt werden. Hand und Füsse verwahrt seitdem das Bernische Historische Museum; an dem hoheitsvollen Gesicht des Christoffel aber strömen heute jeden Tag viele tausend Menschen vorbei: es befindet sich in der Nähe des alten Platzes in der unterirdischen Passage des Berner Hauptbahnhofs.
Christoffel von Bern: Im Jahr 1496 erteilte der Rat der Stadt Bern einem Bildhauer den Auftrag, «sant Christoflen uff dem obern tor zu machen». Zwei Jahre später ist das zehn Meter hohe Standbild fertig und wird aussen an einem Stadttor, dem Christoffelturm, aufgestellt. Als 1528 Bern reformiert wird, findet auch die Heiligenverehrung ein Ende. Man möchte nicht länger einen Christophorus ins Strassenbild schauen sehen, darum entfernt man das Christuskind von seiner Schulter, ebenfalls den Nimbus (Heiligenschein) und setzt dem »Christoffel« statt dessen ein Federbarett auf, dazu kommt ein neues Schwert und statt des Baumstammes eine Hellebarde: aus dem Heiligen wird ein altertümlicher, kriegerischer Turmwächter. Bis ins 18. Jahrhundert wird das Standbild regelmässig bemalt und instandgehalten. Seine ursprüngliche Bedeutung aber geht unter. Im 19. Jahrhundert betrachtete man ihn als lustige Merkwürdigkeit, die bei Volksfesten eine Rolle spielte. Selbst der Name »Christoffel« liess nicht mehr an die (wohl ebenfalls vergessene) Christophoruslegende denken. Als aber der Wehrturm, um die Strasse zu öffnen, abgebrochen werden soll, ist auch das Schicksal des Standbildes entschieden. Am 25. Januar 1865 wird es aus der Turmnische geholt und als Brennholz für die Armenfürsorge bestimmt. Nur die »historisch interessanten Partien«, wie der Kopf, eine Hand und die Füsse, sollen laut Ratsbeschluss aufbewahrt werden. Hand und Füsse verwahrt seitdem das Bernische Historische Museum; an dem hoheitsvollen Gesicht des Christoffel aber strömen heute jeden Tag viele tausend Menschen vorbei: es befindet sich in der Nähe des alten Platzes in der unterirdischen Passage des Berner Hauptbahnhofs.
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