Historisches Bern – der Dittlingerturm

Historisches Bern - der Dittlingerturm
Historisches Bern – der Dittlingerturm
Der Umbau des Berner Bahnhofplatzes hat die gut erhaltenen Fundamente eines Befestigungsturmes aus dem 14.Jahrhundert zum Vorschein gebracht. Der Dittlingerturm diente später jahrhundertelang als Gefängnis.
(sda) Der Dittlingerturm war Teil der Stadtmauer, zu der auch ein vorgelagerter Graben und mehrere Türme gehörten. Die Stadtmauer erstreckte sich quer über den heutigen Bahnhofplatz, wie der Archäologische Dienst des Kantons Bern am Freitag mitteilte. Der nach dem Bannerherr Ludwig Dittlinger benannte Turm entstand 1344 als Rundturm. Gut 100 Jahre später wurde er neu gebaut, als im Grundriss halbrunder, viergeschossiger Turm mit Zinnenkranz.

Seit etwa dem 16. Jahrhundert diente der Turm als Gefängnis für politische Gefangene. Der französische Baron de Lays wurde in Bern wegen Seeräuberei verurteilt und geköpft; er hatte 1707 auf dem Genfersee ein Schiff gekapert. Auch Katharina Franziska von Wattenwyl schmachtete wegen Agentendiensten für Frankreich im Turm. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts musste der Nordteil der Stadtbefestigung, darunter der Dittlingerturm, der neuen Zeit weichen.

Die Fundamente des Turms werden zur Zeit dokumentiert. Sie können jedoch nicht sichtbar gemacht werden, wie der Archäologische Dienst schreibt. Sie bleiben aber im Boden dauerhaft konserviert und für künftige Generationen erhalten.

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